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So war die Jahreshauptversammlung 2019 in Straubing Drucken

Die Mobilität der Zukunft: „Das Auto wird nicht verschwinden!“

Auf Zeitreise mit der Kfz-Innung Niederbayern

Wo geht die Reise hin? Und wie können sich die niederbayerischen Kfz-Meisterbetriebe aufstellen, um gut für die Herausforderungen der Mobilität der Zukunft gerüstet zu sein? Diese Fragen standen im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung der Kfz-Innung Niederbayern in der Joseph-von-Fraunhofer-Halle in Straubing. „Wir alle müssen stets auf dem Laufenden bleiben. Als Kfz-Innung sind wir dabei immer an der Seite unserer fast 800 Mitgliedsbetriebe“, führte Obermeister Michael Krammer ins Thema ein.

Mit dem Journalisten und Consultant Don Dahlmann konnte ein renommierter und bekannter Mobilitätsexperte als Hauptredner gewonnen werden. Gleich zu Beginn stellte Dahlmann die vier wichtigsten Eckpfeiler heraus, die als sicher erscheinen: „Die Zukunft der Mobilität ist autonom, elektrisch, sharing und: Die Zukunft der Mobilität ist schon jetzt da“, so Dahlmann. Nach und nach beschäftigte er sich mit diesen Punkten im Detail. So führte Dahlmann aus, dass zwar derzeit die Technik für autonomes Fahren noch lange nicht ausgereift sei, doch das würde sich spätestens bis zum Jahr 2025 ändern. „Autonom werden LKW und Taxi sein. Dadurch werden Transportkosten massiv gesenkt“, sagte Dahlmann. Zudem sei davon auszugehen, dass im Jahr 2025 bis zu 25 Prozent aller neuen Autos vollelektrisch angetrieben werden. „Das bedeutet aber auch: 75 Prozent aller Autos werden einen Verbrenner haben“, folgerte der Referent. Aus seiner Sicht wird es sich bei der Zukunft der Mobilität um einen Verkehrsmix handeln. Während Carsharing, der öffentliche Nahverkehr oder Taxi-ähnliche Dienste wohl immer mehr an Bedeutung gewinnen werden, wird das eigene Auto in der Stadt an Einfluss verlieren, doch in ländlichen Regionen weiterhin wichtig bleiben. „Die Mobilität auf dem Land wird sich nicht gravierend verändern. Das Auto mit Verbrennungsmotor wird nur gegen eines mit Elektroantrieb ausgetauscht. Die Mehrheit der Fahrzeuge wird sich auf dem Land befinden“, prognostizierte Dahlmann. Doch was bedeuten die Veränderungen in der Mobilität für die Kfz-Werkstätten? Dahlmann versicherte bei der Innungsversammlung: „Keine Angst – die Chancen für die Kfz-Werkstätten sind da!“ Demnach könnten Werkstätten künftig punkten, wenn sie professionellen Service für regionales Carsharing anbieten, beispielsweise in Sachen Flottenmanagement, bei Reparaturen oder Dienstleistungen. Eine weitere Möglichkeit sei, Serviceleistungen für die E-Mobilität in der Region anzubieten, also beispielsweise auf dem eigenen Gelände mobile Ladekonzepte zu verwirklichen, als Installateur von Ladestationen in Erscheinung zu treten oder Dienstleister für Ladesäulenanbieter zu werden. Grundsätzlich riet der Mobilitätsexperte, stets daran zu arbeiten, eine enge Bindung zu den Kunden aufzubauen und das eigene Serviceangebot zu erweitern. Als Möglichkeiten, wie das gelingen kann, führte er beispielsweise den Reifenwechsel, die Autoreinigung oder kleinere Inspektionen beim Kunden zu Hause an. Abschließend versicherte Dahlmann: „Das Auto wird nicht verschwinden. Schon gar nicht auf dem Land!“ Dahlmanns Ausführungen wurden mit viel Applaus aus dem Publikum belohnt.

Dass die Kfz-Innung Niederbayern und ihre Betriebe, aber natürlich auch das Kfz-Gewerbe in ganz Bayern die Herausforderungen der Zukunft im Blick haben, bestätigte auch Albert Vetterl, Präsident des Kfz-Gewerbe Bayern. In seinem Impulsvortrag stellte er heraus, dass unermüdlich daran gearbeitet werde, dass Autofahren in Bayern ein Stück Lebensqualität bleiben kann. „Dafür sorgen wir alle im Kfz-Gewerbe. Wir machen Mobilität“, so Vetterl. Keinesfalls dürfe man sich einreden lassen, schuld am Klimawandel zu sein. „Klimaschutz geht nur mit uns“, betonte er. Zwar müsse man offen bleiben für die Antriebsformen der Zukunft, dennoch dürfe der hochmoderne Diesel keinesfalls abgeschafft werden. „Wir müssen der Politik klar machen, dass es sich um eine effiziente Technik handelt, mit der die CO²-Ziele erreicht werden können“, stellte Vetterl klar. Weiterhin ging er darauf ein, dass die Kfz-Betriebe mehr Investitionsschutz, mehr wirtschaftliche Sicherheit und weniger steuerliche Belastungen sowie Bürokratie im Tagesgeschäft und bei Betriebsübergaben brauchen würden.

Ein großes Zukunftsthema für die Kfz-Betriebe ist zudem die Gewinnung von Fachkräftenachwuchs. „Wir arbeiten auf Hochtouren daran, unsere Betriebe bei der Nachwuchssuche zu unterstützen und ihnen Hilfestellungen an die Hand zu geben“, betonte in diesem Zusammenhang Josef Huber, Geschäftsführer der Kfz-Innung Niederbayern. Dazu gehört auch das Thema Wertschätzung. Um Betrieben, die sich in der Ausbildung herausragend engagieren, öffentlich „Danke“ zu sagen, zeichnet die Innung die „Top-Ausbilder“ alljährlich aus. Gemeinsam mit ihren prüfungsbesten Automobilkaufleuten oder Kfz-Mechatronikern wurden sie von Obermeister Michael Krammer auf der Bühne geehrt und erhielten als Anerkennung für ihren Einsatz einen Glaspokal und eine Urkunde. Ihre erfolgreichen Absolventen selbst waren bereits im Frühjahr im Rahmen der Freisprechungsfeier der Kfz-Innung Niederbayern für ihre Leistungen geehrt worden. Die Würdigung der „Top-Ausbilder 2019“ war Höhe- und zugleich Schlusspunkt der Jahreshauptversammlung, bei der auch der Austausch und die gute Unterhaltung nicht zu kurz kamen: Begleitet wurde die Versammlung vom „Vogelmayer“, der als Musikkabarettist bayernweit bekannt ist. Im Foyer der Halle waren die Besucher zudem zu einer Fachausstellung eingeladen.

 

Das sind die Top-Ausbilder 2019 mit ihren erfolgreichen Nachwuchskräften:

Bezirk Deggendorf


Kfz-Mechatroniker, Schwerpunkt PKW-Technik:

Max Salmannsberger GmbH, Deggendorf mit Julian Ernst

Auto Fuchs, Zwiesel mit Matthias Buchinger

 

Kfz-Mechatroniker, Schwerpunkt Nutzfahrzeug-Technik

Carl Beutlhauser Kommunal- und Fördertechnik GmbH & Co. KG, Hengersberg mit Paul Bauer

 

Bezirk Dingolfing


Kfz-Mechatroniker, Schwerpunkt PKW-Technik:

AVP AUTOLAND GmbH & Co. KG, Dingolfing mit Cyrill Leigraf und Christian Liebl

 

Kfz-Mechatroniker, Schwerpunkt System- und Hochvolttechnik:

Autohaus Thaler KG, Vilsbiburg mit Gabriel Weggartner

BusWorld Home Plattling, EvoBus GmbH, Plattling mit Tobias Leitl

 

Bezirk Landshut

Kfz-Mechatroniker, Schwerpunkt PKW-Technik:

Auto Franzke, Neufahrn i. Ndb. mit Stefan Hutzler

 

Bezirk Passau

Kfz-Mechatroniker, Schwerpunkt PKW-Technik:

Fritz Einberger e. K., Mauth mit Simon Wagner

Audi-Zentrum Passau, Niederlassung der Erich Röhr GmbH & Co KG, Passau mit Daniel Illemann

 

Kfz-Mechatroniker, Schwerpunkt Nutzfahrzeugtechnik:

Berger Maschinentechnik GmbH, Passau mit Thomas Pangratz

Firma Josef Paul GmbH & Co. KG, Vilshofen mit Christoph Huber

 

Bezirk Pfarrkirchen

Kfz-Mechatroniker, Schwerpunkt PKW-Technik:

F. X. Solcher GmbH, Eggenfelden mit Sandra Klinglbrunner

Auto & Motorrad Mikschl, Eggenfelden mit Melinda Spreitzer

 

Bezirk Straubing

Kfz-Mechatroniker, Schwerpunkt PKW-Technik:

Auto Niedermayer GmbH, Neukirchen mit Lukas Hafner

 

Automobilkaufleute Niederbayern

Schmid Service GmbH, Hauzenberg mit Martin Dukart

Schreiner & Wöllenstein GmbH & Co. KG, Ergolding mit Valerie Schall

 

Pressetext zum Download

Pressebericht Zeitschrift Kfz-Betrieb

Vortrag Referent Don Dahlmann "Zukunft der Mobilität"

Vortrag Fuchs Schmierstoffe

 

Link zur Bildergalerie

 


 

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